April 1, 2021

Diagnose: Demenz! Doch was bedeutet das?


Nun ist es raus, die Diagnose steht: Einer deiner Liebsten ist demenzkrank.


Doch was bedeutet das eigentlich für das Leben des Erkrankten und damit auch für dich?


Die häufigste Ursache für Demenz sind neurodegenerative Erkrankungen.Dazu zählen zum Beispiel die Alzheimer-Demenz und die Parkinson-Demenz. Mache dir bitte von Anfang an bewusst, dass diese Formen der Demenz nicht heilbar sind.


Demenz ist nicht heilbar!


Das ist die traurige Wahrheit. Vielmehr kannst du davon ausgehen, dass die Krankheit fortlaufend schlimmer wird und sich alle Symptome weiter verschlechtern.


Das kann schleichend aber auch in dramatischen Schüben passieren.


Zuerst kommt es zu Beeinträchtigungen des Erinnerungs-, Denk- und Problemlösevermögens.


Denkt man anfangs noch, Oma ist etwas „tüttelig“ und braucht nur etwas Erholung oder Schlaf, merkt man doch aufgrund der regelmäßigen und schlimmer werdenden Probleme, dass es hier um mehr geht als nur die berühmten „Alterserscheinungen“.


Die Veränderungen beim Erkrankten sind vielfältig


Spätestens, wenn auch die Sprache und das Ausdrucksvermögen leidet, wird die Demenz offensichtlich. Später kommen oft auch Störungen des Sozialverhaltens – zum Beispiel plötzlich auftretende Aggressivität, und Veränderungen der Persönlichkeit hinzu.


Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto weniger können sich Betroffenen selbst versorgen. Dies kann zu schweren Unfällen im Haushalt führen!


Wichtig: Die Wahrheit aktzeptieren!


Das solltest du dir und dem Erkrankten bewusst machen, auch wenn diese Diskussion oft zu massiven Streitereien innerhalb der Familie führt: Die Erkrankten sind pflegebedürftig.


Bei der vaskulären, also gefäßbedingten, Demenz gibt es dagegen keinen einheitlichen Verlauf: Die Symptome können über längere Phasen stabil bleiben oder sich zeitweise sogar verbessern.


Die Stadien der Alzheimer-Demenz:

Grundsätzlich lässt sich der Krankheitsverlauf der Alzheimer-Demenz in drei Stadien einteilen.


Wie oben erwähnt, zeigt sich die beginnende Demenz meist mit leichten Gedächtnisstörungen. Die Orientierung in fremder Umgebung fällt den Betroffenen zunehmend schwerer. Dazu kommt eine erhöhte Reizbarkeit und massive Stimmungsschwankungen.


Auch der körperliche Verfall gehört zum Verlauf!


Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einem fortschreitenden Abbau der geistigen Fähigkeiten.


Was viele nicht wissen ist, dass mit dieser Krankheit auch ein körperlicher Verfall einhergeht.Selbst alltägliche Verrichtungen, die vor kurzer Zeit möglich waren oder gar Freude gemacht haben, können dann nicht mehr selbständig erledigt werden. Zunehmend ist der Erkrankte auf Hilfe angewiesen.


Treffe Entscheidungen!


Diese Hilfe kann auch in diesem Stadium bereits professioneller Art sein. Es ist natürlich auch möglich, dass du oder ein anderes Familienmitglied bei den alltäglichen Dingen des Lebens unterstützt. Diese Entscheidung musst du dann treffen.


Im weiteren Verlauf der Krankheit geht auch das Langzeitgedächtnis zunehmend verloren. Es verblassen auch Erinnerungen an die frühere berufliche Tätigkeit, an die Wohnorte, an Urlaube.


Erinnerungen verblassen


Alles, was vorher noch wichtig oder von Bedeutung war, ist plötzlich nicht mehr präsent. Selbst Familienmitglieder werden teilweise nicht mehr erkannt. Bei jedem Besuch bin ich immer ängstlich in das Zimmer gegangen und habe mich umso mehr gefreut, wenn mich meine Mutter erkannt und herzlich begrüßt hat!


Es ist erfahrungsgemäß extrem belastend ist für viele Angehörige, wenn der Erkrankte sie nicht mehr erkennt.


Auch die Wesensveränderungen sind oftmals sehr zermürbend und kosten enorm viel Kraft.


Das "Frühe Stadium"

         Vergesslichkeit

  • Kurzzeitgedächtnis lässt nach
  • Erste Wortfindungs- und Orientierungsprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
Das "Mittlere Stadium"

         Deutliche Ausfälle

  • Langzeitgedächtnis geht zunehmend verloren
  • Vermehrte Sprachstörungen und Orientierungslosigkeit
  • Verhaltensstörungen und Wesensänderungen
  • Alltägliche Verrichtungen fallen immer schwerer
Das "Späte Stadium"

         Kontrollverlust

  • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschwimmen
  • Viele Betroffene stellen das Sprechen ein
  • Umherirren nimmt zu
  • Körperlicher Verfall bis hin zur Bettlägerigkeit
  • Verkleinerung des Gehirns um bis zu 20%

Bei dieser Auflistung ist zu beachten, dass sich die Symptome der Alzheimer-Demenz langsam entwickeln und die Übergänge zwischen den verschiedenen Demenz-Stadien daher fließend sind.


Der Krankheitsverlauf kann sich auf bis zu 20 Jahre erstrecken, die durchschnittliche Lebenserwartung ab Beginn der Symptome beträgt jedoch nur ca. sieben Jahre.


Es geht also auch darum, mit geeigneter Therapie sehr frühzeitig zu beginnen, damit die Selbstständigkeit der Betroffenen möglichst lange erhalten bleibt. HIER findest du einige Tipps, wie du dich auf diese Situation vorbereiten kannst.

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