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	<title>Boshaftigkeit bei Demenz Archive - Demenz Hilfe für Angehörige</title>
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	<description>Wir helfen Angehörigen dabei mit ihren Demenzkranken klar zu kommen.</description>
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	<title>Boshaftigkeit bei Demenz Archive - Demenz Hilfe für Angehörige</title>
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		<title>Boshaftigkeit im Alter– Macht Demenz aggressiv?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2021 11:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[So kannst Du helfen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum macht Demenz aggressiv? Ich will doch nur helfen!Die Betreuung von demenzkranken Menschen – und stehen sie einem noch so nah – ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.Zum einen bist du in aller Regel nicht dafür ausgebildet, zum anderen handelt es sich bei den zu betreuenden Menschen um Menschen, die bis vor kurzem noch voll im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="" style=""><b>Warum macht Demenz aggressiv? Ich will doch nur helfen!</b></h2><p style="" data-css="tve-u-17a7103a33d"><b><span style="font-weight: normal;"><br>Die Betreuung von demenzkranken Menschen – und stehen sie einem noch so nah – ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca6a21e" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Zum einen bist du in aller Regel nicht dafür ausgebildet, zum anderen handelt es sich bei den zu betreuenden Menschen um Menschen, die bis vor kurzem noch voll im Leben standen und nur schwer akzeptieren können, dass sie nun in eine völlig&nbsp; veränderte Phase ihres Lebens eingetreten sind. Und auf externe Hilfe vertrauen müssen.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca6a21e" style=""><em><br></em></p><h3 class="" style=""><em>Demenz und Boshaftigkeit: Jeder Mensch reagiert anders</em><br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Jeder Mensch reagiert auf diese Situation ganz unterschiedlich. Die Reaktion kann von großer Dankbarkeit bis zu absoluter Ablehnung von Hilfe gehen, ganz unabhängig von deiner Zuneigung, deinem Aufwand und der Art deiner Hilfsangebote.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;">Sehr häufig berichten Betroffene von an Demenz leidenden Angehörigen von Boshaftigkeit und aggressivem Verhalten.</span></b><br></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Woran liegt das? Müsste nicht jeder Mensch hocherfreut sein, dass nun jemand da ist, der sich um einen kümmert?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Die Ursachen sind vielfältig und sie herauszufinden bedarf es einiger Überlegungen und häufig auch viel Zeit.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><h3 class="" style=""><em>Aggressive Phase bei Demenz: Nur nichts persönlich nehmen!</em><br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Wichtig ist, dass du die Rückschläge nicht persönlich nimmst und dir und dem Erkrankten genug Zeit zur Gewöhnung an diese neue Situation gibst.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Die Verweigerung von Hilfsangeboten kommt häufig vor, egal ob der Erkrankte zuhause oder in einem Pflegeheim betreut wird. So oder so ist es für die betreute Person ein großer Einschnitt ins Leben. Vieles was vorher noch selbstverständlich war - seien es so profane Dinge wie einkaufen gehen, kochen, Freunde treffen, ein selbstbestimmtes Leben- sind plötzlich nicht mehr möglich. Man will es einfach nicht wahrhaben.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Und genau darauf gilt es sich einzustellen.</span></b></p><h3 class="" style=""><br></h3><h3 class="" style=""><em>Aggressives Verhalten mit Demenz - Würdest du Abhängigkeit mögen?</em><br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Mache dir bewusst, was da gerade mit deinem Elternteil passiert. Versuche dich in diese Situation hineinzuversetzen. Wie würdest du reagieren? Magst du gerne abhängig sein?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Der erste Schritt ist also, zu akzeptieren, dass deine oder die eines anderen Hilfe nicht unbedingt erwünscht ist. Nicht, weil sie falsch oder unnötig ist, sondern weil der Erkrankte einfach nicht will, dass er Hilfe braucht!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Ein ganz anderer Ansatz, oder?!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Nun geht es also vor allem darum, herauszufinden, wie du dem Erkrankten so nahe kommen kannst, dass er die Hilfe nicht nur akzeptiert, sondern auch genießt. Denn das ist es doch, was wir alle wollen: einen friedlichen und schönen Lebensabend!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Mache dir bewusst, dass nicht alles, was du toll findest oder was „man“ in einer solchen Situation meint tun zu müssen, für jeden passt- Jeder Mensch ist unterschiedlich!</span></b></p><h3 class="" style=""><em><br></em></h3><h3 class="" style=""><em>Warum sollten sich Menschen mit Demenz im Alter ändern?</em><br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Ein typisches Beispiel kenne ich aus eigener Erfahrung. Meine Eltern waren seit jeher eher Eigenbrödler, sie waren sich selber genug, wollten ungern unter Menschen.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Als sie nun in einem Heim waren, wurde ihnen das gesamte Angebot an Freizeitgestaltung angeboten. Aber meine Eltern wollten nicht singen, sie wollten nicht spielen. Selbst das Bewegungsprogramm in der Gruppe war ihnen zuwider.<br>„Dort sind doch nur alte Menschen“ oder “Was soll denn das Arm hoch und runter bringen“ waren typische Aussagen.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Anfangs dachte ich, ich müsse die beiden zu ihrem Glück zwingen und dafür sorgen, dass sie regelmäßig teilnehmen.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Also habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Mit dem Ergebnis, dass sie nun erst recht nicht mehr gehen wollten. Sie stellten sich stur.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><h3 class="" style=""><em>Kennst du das "Warum" des Demenzerkrankten?</em><br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Es macht also Sinn, sich etwas mit den Hintergründen abweisender Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Woran liegt es, dass sich einige Erkrankte verweigern und andere jedes Angebot annehmen? Und noch wichtiger: Wie kannst du darauf reagieren?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Mache dir also Gedanken zu der Vergangenheit der Erkrankten!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br></span>1. Wie sind sie geprägt, wie haben sie ihr Leben verbracht?<span style="font-weight: normal;"><br>Im Falle meiner Eltern war eigentlich klar, dass sie keine Gruppenangebote annehmen wollten. Warum sollten sie im hohen Alter ihre jahrelangen Gewohnheiten ändern?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br></span>2. Was haben sie für persönliche Interessen?<span style="font-weight: normal;"><br>Wer sich nie für Sport interessiert hat, wird auch die Bewegungsangebote, die du oder ein Heim machst, als nicht sinnvoll oder gar spaßig erachten.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br></span>3. Gibt es vielleicht prägende Erlebnisse im Leben, die die Erkrankten misstrauisch machen?<span style="font-weight: normal;"><br>Gerade die Nachkriegsgeneration trägt oftmals traumatische Erlebnisse mit sich herum und hat oftmals eine Aversion gegen Hilfsbedürftigkeit oder auch ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber anderen Menschen.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br></span>4. Wie flexibel waren die Erkrankten im Bezug auf sich ändernde Lebensumstände?<span style="font-weight: normal;"><br>Viele Menschen haben ihr Leben immer im „gleichen Trott“ verlebt. Jede Änderung, sei es Orts- oder Arbeitsplatzwechsel, wurde als Belastung empfunden und nicht als Abenteuer. Stelle dir vor, wie schlimm sich der Wechsel vom selbstbestimmten Leben zu einem Pflegefall oder gar zu einem Leben im Heim anfühlen muss!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br></span>5. Wie war dein Verhältnis zum zu Betreuenden vorher?<span style="font-weight: normal;"><br>War es immer liebevoll und verbunden, oder gab es häufiger Streit wegen irgendwelcher Meinungsverschiedenheiten? Und nun stelle dir die Frage, warum diese Streitereien nun plötzlich aufhören sollten! Gerade wenn man in eine Abhängigkeit gerät, kann dies zu Abwehrreaktionen oder zu Schmollen führen!<br></span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Aber keine Angst, es gibt Wege, mit diesen Unliebsamkeiten fertig zu werden.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><h3 class="" style="">Welchen "Ersatz" könntest du anbieten?<br></h3><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Du kennst den Erkrankten vermutlich schon ewig, du weißt, was er mag oder eben auch nicht. Nun stellst du dir z.B. vor, dass es das Beste wäre, wenn der Erkrankte täglich bestimmte Bewegungsübungen macht, vergisst aber dabei, das dieser das noch nie in seinem Leben mochte.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Stelle dir die Frage, welchen „Ersatz“ du stattdessen anbieten könntest. Vielleicht liebte der Hilfsbedürftige schon immer lange Spaziergänge? Oder sah sich gerne in der Stadt Schaufenster an? </span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;">Was läge also näher, als genau dieses „Alternativprogramm“ anzubieten?! Woher die Bewegung kommt, ist schließlich unerheblich, Hauptsache ist doch, dass alle zufrieden sind!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Oder – anderes Beispiel – natürlich wäre es schön, wenn der Erkrankte an einem Spielnachmittag in der Gruppe teilnehmen würde. Aber wenn er es einfach nicht mag? Vielleicht spielt er lieber zu zweit mit dem Enkel?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Es gibt immer Möglichkeiten, ein Alternativprogramm auf die Beine zu stellen. Dir fällt bestimmt etwas ein!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Denke auch über die anderen oben erwähnten prägenden Charaktereigenschaften nach. Es macht absolut keinen Sinn, gegen die Gewohnheiten des Erkrankten zu agieren. Du wirst nur Gegenwehr, Unmut bis hin zu aggressiven Verhalten ernten.</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Stelle dir vor, du wärst an der Stelle des Hilfsbedürftigen. Würdest du alles mit dir machen lassen? Ist es nicht nachvollziehbar, dass man Gegenwehr bekommt für die Angebote, die nicht den Willen treffen?</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;">Übrigens: Diese "Gegenwehr" gegen alles, was von außen angeboten wird, kommt recht häufig vor. In diesem </span></b><a href="https://youtu.be/yWCdJaHO9co" target="_blank" rel="nofollow"><b><span style="font-weight: normal;">YouTube-Video</span></b></a><b><span style="font-weight: normal;"> gehen wir deshalb auch auf diese Frage ein.</span></b><br></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><br></p><h5 class="" style="" data-css="tve-u-1789cb2178b">Nicht aufgeben, sondern Alternativangebote machen!<br></h5><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Das heißt nicht, dass du aufhören solltest, Angebote zu machen. Ganz im Gegenteil, deine Hilfe ist in dieser Situation unabdingbar!</span></b></p><p data-css="tve-u-1789ca73ace" style=""><b><span style="font-weight: normal;"><br>Versetze dich in die hilfsbedürftige Person, denke an deren lebenslang gepflegten Gewohnheiten und passe deine Hilfeleistung daran an. Und: Habe Geduld, diese Umstellung der Lebensgewohnheiten &nbsp;ist für den Demenzkranken unglaublich schwer zu verarbeiten!</span><br><br></b></p><p data-css="tve-u-17892f4444c" style=""><br></p><p data-css="tve-u-17892f4444c" style=""><b><br><br></b></p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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